Entwicklung in vorgeschichtlicher Zeit
Historische Quellen weisen darauf hin, dass
die Ahnen der Lusitanos primitive Verwandten der Sorraias (Urpferde Portugals)
waren, die schon vor etwa 25.000 Jahren auf der iberischen Halbinsel lebten. Es
gibt sogar 20.000 Jahre alte Felszeichnungen, die Pferde abbilden - als Porträt,
aber auch im Zusammenhang mit der menschlichen Kultur. Lusitanos in keltischer und römischer Zeit
Um 3000 v.Chr. fielen iberische Truppen in die
später nach ihnen benannten Halbinsel ein. Ihnen folgten Kelten und Phönizier,
die Pferde von und zum Mittleren Osten brachten und damit die Basis der heutigen
iberischen Pferde formten. Die Kelten integrierten sich genauso wie die Iberier
vor ihnen und beschäftigten sich intensiv mit dem Züchten und Reiten von
Pferden, die schon bald in ganz Europa bekannt wurden - wie auch ihre Reiter.
Bekannte Griechen wie Homer und Xenophon nannten und rühmten sie. Xenophon, der
als Gründer der klassischen Reitkunst betrachtet wird, lobte die
Geschickligkeit der iberischen Reiter und Pferde. Sie zeigten in vielen Kriegen
ihr Können: Chargen von einzelnen Reitern, die ihre Pferde wie die Stierkämpfer
heute schnell drehen ließen, Pirouettieren, Anhalten und Zurückziehen, gefolgt
von einem neuen Angriff. Diese Art von Kriegsführung war nur mit schnellen und
sehr gelenkigen Pferden möglich. Die Maurenzeit
Nach dem Sturz des römischen Reichs besetzten
die Mauren die iberische Halbinsel von 711 bis zum 15. Jahrhundert. Sie brachten
ihre Berber-Pferde mit, und werden dieses Blut mit dem der iberischen Pferden
vermischt haben. Da sie die Pferde über See transportieren mussten, und schon
viele Pferde auf der iberische Halbinsel vorhanden waren, wird der Einfluss des
Berber-Blutes wahrscheinlich nicht sehr groß gewesen sein. Außerdem wird
angenommen, dass die Sorraias, die während der letzten Eiszeit nach Afrika
gezogen waren, ein wichtiger Grundstein für die Berber-Rasse gewesen sind.
Daher könnte man eher von einer Wiedereinführung von iberischem Blut sprechen. Lusitanos als Grundstein anderer (amerikanischer und barocker) Rassen
Nachdem die Maurer vertrieben waren, wurden am
Anfang des 16. Jahrhunderts iberische Pferde über See nach Amerika gebracht, um
dort die Conquistadores bei den Eroberungen zu unterstützen. Diese Pferde gründeten
auch alle amerikanische Pferderassen: Pferde waren in ganz Amerika schon vor
tausenden Jahren ausgestorben. ZusammenfassungDiese lange Geschichte einer Rasse, die sich über Jahrhunderte kaum geändert hat, zeigt, wie lange bestimmte Merkmale schon gezüchtet werden: Merkmale, die sowohl für ein Kriegs- als für ein Stierkampf- oder Hohe Schule-Pferd wichtig sind. Das Resultat sind tapfere Pferde, die sich kaum von der Arbeit unter dem Reiter ablenken lassen, und Spaß bei der Arbeit behalten. entnommen aus der Homepage von Quinta de Betula http://www.homepages.hetnet.nl/~lusitanos/index_de.html
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