Klassische Dressur, Working Equitation und Bodenarbeit
mit Joao Lynce
6. bis 8. März 2009
Am 06.03.
fanden sich 8 aufgeregte Reiterinnen (Agnes auf Soberana, Babsi auf Ribatejo,
Irene auf Salsa, Marita auf Rihade, Martha auf Vibrante, Nina auf Lirio, Sandra
auf Monty und Selina auf Zimbabue) auf der Quinta do Sol in Graz ein. Die
Erwartungen an den Kurs waren hoch und vorweggenommen: sie wurden sogar noch
übertroffen.
João
Lynce ist ein Portugiese, der in der Working Equitation eine
Koryphäe ist (mehrfacher Meister und Trainer der englischen Nationalequipe) und
sein großes Wissen an uns weitergeben versuchte. Die Befürchtungen seinen
Anweisungen nicht folgen zu könne waren zum Glück unbegründet, denn obgleich die
Unterrichtssprache Englisch war, war João
immer leicht zu verstehen und für unser Nesthäkchen Agnes
spielte Selina die Übersetzerin.
In der ersten
Unterrichtseinheit war das Kennenlernen der Pferd-Reiter Paare im Vordergrund um
die nächsten Tage perfekt auf das jeweilige Können anzupassen. Die
vordergründige Arbeit war daher eine gute Dressurbasis zu legen um in der
Working Equitation ein durchlässiges Pferd zu haben. Wichtig ist
João
ein gelassen gehendes, im Rücken schwingendes und
mitarbeitendes Pferd. Den Reiter ermutigte er sich mehr auf das Pferd
einzulassen, mehr „im“ Pferd zu sitzen und trotz der ganzen Anstrengung nicht
mit dem Oberkörper nach vor zu kippen bzw. die Schultern zurück zu nehmen.
Zunächst war das für mich nicht so einfach, da mein „Leihpferd“ gern mal ein
bisschen Tempo machte, befolgte ich jedoch Joãos
Ratschläge erhielt ich ein ruhiges Pferd, welches perfekt
mitarbeitete. Samstagvormittag stand nochmals im Zeichen der klassischen Dressur
und es war verblüffend zu sehen, welche Fortschritte bei den Pferd-Reiter Paaren
zu sehen waren. Nach der Mittagspause wurde ein Working Equitation Parcours,
welcher unter anderem verschiedene Slaloms, eine Brücke und eine Seitwärtsstange
beinhaltete, aufgebaut. Nach einer intensiven Aufwärmphase wurde zunächst die
Brücke in Angriff genommen, die für einige Pferde eine bedrohliche Situation
darstellte. Dank Joãos
Geduld und seinem Verständnis konnte die Brücke jedoch von
jedem Team gemeistert werden. Die Slalompassagen wurden zunächst im Trab
geritten um sich den Weg einzuprägen. Die Fortgeschrittene Reiter passierten den
Slalom anschließend im Galopp mit fliegenden Galoppwechseln bei X. Alle anderen
absolvierten den Slalom mit einfachen Galoppwechseln. Meinem Leihpferd machte
diese Stunde besonders Spaß, da er hier auch mal richtig Gas geben durfte und
besonders viel Abwechslung hatte. Sonntags wurden unsere Working Equitation
Kenntnisse nochmals aufgefrischt und man konnte bei allen eine deutliche
Verbesserung sehen. In der letzten Einheit wurden wiederum unsere
Dressurkenntnisse verbessert und es war zudem auch möglich sein Pferd von
João
bereiten oder vom Boden aus arbeiten zu lassen.
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass dieser Kurs für alle Teilnehmer äußerst
lehrreich war und auf jedes Pferd-Reiter Paar individuell eingegangen wurde. Ich
bedanke mich daher recht herzlich bei Irene und Marita für diesen Kurs und freue
mich schon auf das nächste Mal im Juli.
Nina Muhr